Im September 2010 fand ich Treacle in seinem Garten mit einem schweren Epilespieanfall wie aus dem Lehrbuch: auf dem Boden liegend mit starken Krämpfen, total weggetreten, Schaum vorm Mund. Nach sofortiger Durchuntersuchung stellt sich heraus, dass Treacle organisch vollkommen gesund ist und der Anfall zelebraler Herkunft war.
Bevor seine Mutter, June, starb, gab es mehrere Begebenheiten, wo die Tierärzte bei June gewisse Formen von Epilespie vermuteten, der erste Vorfall war als sie 7 Jahre alt war. Bei einer Wanderung fing sie an zu wanken, fiel einfach vor unseren Augen um und kollerten den Abhang hinunter, wo sie wie ein Käfer liegen blieb und nicht mehr wußte wo oben und unten war. Nach 2-3 Minuten war sie wieder auf den Beinen und benahm sich als ob überhaupt nichts passiert sei.
3 Monate vor ihrem Tod äußerte meine Tierärztin wiederholt den starken Verdacht bei June auf eine Form von Epilepsie, da June wiederholt extreme - nicht nachvollziehbare - Panikattacken hatte.
Bevor sie jedoch medikamentös einstellen konnten, fing auch ihr vegetatives Nervensystem an zu versagen, ihr Gewebe von der Rute an fing an einfach abzusterben, ihre Lunge füllte sich innerhalb von kurzer Zeit mit Wasser und in ihrem Herz waren Metastasen zu erkennen, weshalb ich mich dann entschloss sie zu erlösen...
Bewiesen aber ist definitiv, dass Treacle Epilepsie hat - ohne wenn und aber. Wenn wir Glück haben, dann bleibt es bei diesem einen Anfall, Treacle ist lustig, ausgeglichen und tobt herum wie eh und je. Er ist gut medikamentös eingestellt und 2x jährlich gehts zur Kontrolluntersuchung.
Aber die Angst vor einem neuen Epilepsie-Anfall wird immer bleiben... |